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„Drive: Was sie wirklich motiviert“ – eine Buchempfehlung

Basierend auf der psychologischen Forschung der letzten vierzig Jahre erläutert Daniel Pink in seinem Buch „ Drive“ (2019), was Menschen wirklich intrinsisch motiviert (Autonomie, Kompetenzentfaltung und Sinn) – und was dieser Motivation schadet.

Unser Kollege Philipp Scharff hat seine Top „Take Aways“ für Sie in diesem Blogbeitrag zusammengefasst:

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  1. Pink unterscheidet zwischen Motivation 1.0 (Essen und Fortpflanzung), Motivation 2.0 (Bestrafen und Belohnen) und Motivation 3.0 (echte intrinsische Motivation).
  2. Ein Großteil der Organisationen (Unternehmen, Schulen, Verwaltungen, etc.) operieren mit einem Menschenbild, das auf einem Verständnis von Motivation 2.0 aufgebaut ist. Kurz: Menschen müssen von außen belohnt und angereizt werden, damit sie gute Leistung erbringen (bzw. kontrolliert und bestraft werden, damit sie nicht aufhören zu arbeiten). Oder, um es mit Pinks Worten auszudrücken: „Das ist die Vorstellung, Menschen seien eben nur kleinere, besser riechende Esel“.
  3. Diese aus dem Taylorismus kommende Annahme hat sich tief eingeschrieben in die Praktiken und Programme von Organisationen: Bonuszahlungen, Kontrollinstrumente, Zeiterfassung, Budgetprozesse, etc.
  4. Das Problem dabei: Die aktuelle Forschung zeigt in wirklich spannenden Experimenten und Studien, dass extrinsische Motivatoren zwar wirken, aber eben nur sehr kurzfristig. Mittel- und langfristig haben sie meist fatale Folgen: Sie können a) intrinsische Motivation abtöten, b) Leistung verschlechtern, c) Kreativität killen, d) zu unethischem Verhalten führen, e) abhängig machen, f) kurzfristiges Denken fördern. Wollen wir das?
  5. Intrinsische Motivation hingegen ist verbunden mit drei psychologischen Bedürfnissen: Autonomiestreben, Kompetenzentfaltung und Sinn. Pink gibt zahlreiche Beispiele dafür, wie diese intrinsischen Motivatoren zu verstehen sind und welche beeindruckende Wirkung sie entfalten können – wenn man sie lässt.
  6. Pink konstatiert: „Das, was wir nach 40 Jahren intensiver Forschung über Motivation von Menschen wissen und das, was wir in der alltägliche Praxis in Organisationen erleben, klafft auf der ganzen Welt weit auseinander.

Die spannende Frage, die sich anschließt: Wie können wir heute Organisationen gestalten, sodass sie Raum für intrinsische Motivation schaffen (und möglichst wenig davon ungewollt zerstören)? Pink hat dazu einige Ideen – wir auch. Lassen Sie uns dazu gern ins Gespräch kommen. Wir freuen uns – wie immer – über Feedback und Anregungen.

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2 Kommentare zu “„Drive: Was sie wirklich motiviert“ – eine Buchempfehlung”
Dirk| am 10. Oktober 2019 um 7:14

Das ist eine schöne Fortschreibung des Bestsellers von Reinhard K. Sprenger „Mythos Motivation“, der schon in den 90iger Jahren darauf hinwies, dass die „Incentive Systeme“ der Unternehmen auf einem Bestechungsmodell des Menschen beruhen: Je mehr ich Dir zahle/biete umso mehr arbeitest Du. Empirisch zeigte sich jedoch, dass sich solche extrinsischen „Anreize“ schnell abnutzen („Ach, schon wieder eine Reise nach Teneriffa, das hatten wir doch schon im letzten Jahr“) und die Unternehmen immer noch eine Schippe drauf legen müssen, damit die Wirkung anhält. Sprengers radikale Schlußfolgerung: Es ist nicht die Aufgabe der Führungskraft, seine/ihre Mitarbeiter zu motivieren, sondern sie nicht zu de-motivieren! Intrinsische Motivation sollte vielmehr vorausgesetzt werden, damit jemand seinen Job bekommt bzw. behalten darf.

Desiree| am 10. Oktober 2019 um 7:14

Danke für deine Gedanken und die weitere Leseempfehlung dazu. Reinhard K. Sprenger trafen wir 2017 beim Change Kongress, dieser Satz blieb dabei hängen: „Es ist wichtiger, dass wir Führungskräfte haben, die uns helfen, uns selber zu vertrauen, als dass wir Führungskräfte haben, denen wir vertrauen können.“
Hier noch ein YouTube Video, das die Thesen von intrinsischer Motivation ebenfalls hervorhebt: https://www.youtube.com/watch?v=u6XAPnuFjJc&t=148s


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