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Passenden Spruch parat?

Sprüche für Berater

In der Zusammenarbeit mit Kunden ist es oft unglaublich wirksam, wenn es Berater/innen gelingt, eine schwierige Situation mit einem paradoxen oder provokativen Satz auf den Punkt zu bringen. Häufig zirkulieren solche Sätze noch monatelang im Klientensystem und verankern die gemeinsame Prozesserfahrung im kollektiven Gedächtnis. Ein einzelner Satz kann viel auslösen: starre Sichtweisen aufweichen, harte Gesichter zum schmunzeln bringen, Referenzpunkt für ein Vorhaben sein und vieles mehr.

Wir wollen in unserem Blog in loser Folge immer wieder einmal solche Sätze zitieren, wenn sie uns in der Arbeit begegnen.

Zwischen den Jahren habe ich drei solcher Sätze gehört, die mich schmunzeln ließen:

„Das Ziel ist im Weg.“

(aus der genialen ARD Fernsehreihe „Tatortreiniger“)

Ich stelle mir vor, diesen Satz immer dann zu verwenden, wenn ein Veränderungsprozess zu scheitern droht, weil das Ziel zu starr oder ambitiös gesteckt wurde oder wenn eine hierarchische Zielvorgabe die kreative Suche nach neuen Wegen behindert.

„Wenn man nicht den Kopf behandeln kann, dann wenigstens die Mütze.“

(Ernst Jandl)

Dieser Satz trifft auf die durchaus häufig anzutreffende Situation zu, in der die Interessen und Eigenschaften der Führung einer Organisation auf mittlere Sicht nicht verändert werden können, ein Change Prozess aber dennoch notwendig oder wünschenswert erscheint. Die „Mütze“ steht dann z.B. für neue Regelwerke oder Beratungs- und Aufsichtsstrukturen, an die sich auch die Führung halten muss.

„Es ist besser, sich hinterher zu entschuldigen als vorher um Erlaubnis zu fragen.“

(Grace Hopper)

Manchmal werden unsichtbare Grenzen in einer Organisation (z.B. informelle Regeln und Tabus) erst sichtbar und bearbeitbar, wenn man sie überschreitet. Oft ist es die Aufgabe von Beratenden, diese „Grenzprovokation“ vorzunehmen.

Haben Sie auch einen provokanten Beraterspruch parat? Wir freuen uns, wenn Sie unseren Beitrag kommentieren und Ihre Sprüche mit uns und anderen Leser/innen teilen.


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