„Wir können auch anders!“

6 Missverständnisse über interkulturelles Training

Autor: Dirk Jung

Grenzen des Trainings und Grenzen des Verständnisses füreinander.

Beginnen wir mit einer wahren Begebenheit, die uns ein kambodschanischer Kollege erzählte. Er stand am Flughafen in Frankfurt und wollte einchecken. Als der Mitarbeiter der Fluggesellschaft in den Computer schaute, stellte  er verärgert fest, dass unser Kollege seinen Flug insgesamt 6 mal rückbestätigt hatte und beschwerte sich über die „unnötige Arbeit“, die das verursacht habe. Unser Kollege lächelte ihn an. Der Mitarbeiter wurde jetzt erst richtig  sauer und sagte „Sie finden das wohl auch noch witzig?“ Daraufhin meinte unser Kollege: „Wissen Sie, wir Asiaten lächeln, weil wir höflich sein wollen – wir können aber auch anders! Sprach’s, ließ sein Lächeln fallen und  funkelte sein Gegenüber mit der Energie eines Menschen an, der die Arbeitslager Pol Pot’s überlebt hatte. Der Mitarbeiter merkte, dass er in eine interkulturelle Abseitsfalle getappt war, entschuldigte sich erschrocken und trat  den Rückzug an…

Hätte diese Situation durch Training vermieden werden können? Sollte man sie überhaupt vermeiden?

In unserer Trainingspraxis sehen wir uns immer wieder Erwartungen ausgesetzt, die unseres Erachtens an Zweck und Möglichkeiten von interkulturellem Training vorbeizielen. Hier haben wir sechs der häufigsten  Missverständnisse für Sie zusammengestellt.

 

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