Multilateralismus nach dem Dornröschenschlaf

Autor: Marcus Quinlivan

Coaching Stühle

Als ich im September 2009 in Washington DC lande, werden Erinnerungen an die Aufbruchstimmung und den Beginn meiner Arbeit dort wach. Der politische Frühling war mit den Händen zu greifen, als ich im März 2009 in Washington DC zum Auftakt einer Workshopreihe eintraf: Auf Einladung der Friedrich-Ebert-Stiftung und des Projektes für Demokratie im Mittleren Osten (www.pomed.org) kamen engagierte Araber, Amerikaner und Europäer aus Forschung, Think-Tanks, Politik und Journalismus zu einer internationalen Ideenwerkstatt zusammen. Die Leitfrage lautet: Wie kann den politischen Reformen im Mittleren Osten frischer, multilateraler Wind eingehaucht werden? Das window of opportunity steht sperrangelweit auf, die Ohren der Öffentlichkeit und der Obama-Administration sind gespitzt und offen für Vorschläge und Diskussionen. Denn seit Barack Obama seinen Amtseid in klirrend kalter Wintersonne geleistet hat, ist am Potomac politische Frühlingsstimmung ausgebrochen. Hoffnung keimt auf und es scheint der Multilateralismus könnte aus seinem Dornröschenschlaf aufwachen und eine neue Dynamik auf die internationale Bühne bringen.

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